Postwege im 21. Jahrhundert

Biografisch gesehen entstamme ich dem analogen Zeitalter. Post, das war eine Institution. Post, das war der Inbegriff von Zuverlässigkeit. Und die Post gab es überall. Weltweit.

Noch immer ist die klassische Post für mich ein Weg anderen zu sagen, hier bin ich und denke an euch. Probates Mittel: Ansichtskarte und Briefmarke.

Offenkundig haben Mutationen stattgefunden. Wo einst Klarheit und Zuverlässigkeit selbstverständlich waren, herrscht „Chaos“.  Garantierte der Kauf einer Briefmarke die Beförderung und sicherte der weithin erkennbare Briefkasten zu, hier ist der Ort für deine Post, so sprechen die Erfahrungen eine andere Sprache.

Erfahrungen

Barcelona 2016. Postkarten geschrieben und Briefmarken im Laden gekauft. Übergabe an den „Briefkasten“. Seit 2016 warten zehn Menschen auf die Postkarten in ihrem Briefkasten.

Isle of Islay 2017. Postkarten geschrieben und Briefmarken in der Touristeninfo von Bowmore gekauft. Übergabe an den „Briefkasten“. Monate warten Empfänger auf die Ansichtskarten aus Schottland. Aber dann stellte die Post Ansichtskarten zu.

Die schottischen Marken überklebt. Ort, ein Postamt auf den Philippinen.

Briefporto der Philippinen

Postamt auf den Philippinen
Hier wurden die schottischen Postkarten versendet.

Globalisierung. Jetzt besteht Hoffnung. Die Postkarten aus Barcelona werden über Rio oder Lima versand, oder?

„Zeit vollendet sich in jedem Augenblick.“

Kurt Marti hat vor Jahren aufgehört zu schreiben.

In meinem Bücherregal stehen sie, die Werke dieses klugen, widersprüchlichen, nachdenklichen, liebevollen, kämpferischen Theologen, Schriftstellers, politschen Zeitzeugen, Bürgers aus der Schweiz.

Zahlreiche Gedanken verdanke ich seinen zu Aphorismen gewordenen Sätzen:

„Ich glaube nicht, daß es einen vorhersehbaren Weg gibt. Der Weg kommt, indem wir gehen.“ Mir begegnen immer wieder Lehrer, Pädagogen… die zu wissen scheinen, wie sich ein Mensch entwickeln wird und schreiben ihm durch ihre Äußerungen und Taten in der Seele nieder. Man hat es ja schon immer gewußt.

„Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ Ich bin für das hingehen zu haben. Ausprobieren statt im Reden verharren.

„Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht.“ Für mich ist Weihnachten ein wichtiger Punkt im Jahr. Die Fähigkeit zwischen wahr und Ware zu unterscheiden kommt uns hoffentlich nicht abhanden.

Gestern hat er seinen letzten Atemzug genommen.
Ein Verlust. Gut, dass seine Bücher bleiben.

Teva: 10 Jahre gut zu Fuß

Im letzten Jahr musste ich mich nach gut 10 Jahren Abschied von meinem Wanderschuhen nehmen.  Grund genug über meine Outdoor Sandalen zu schreiben.

10 Jahre ist es her, dass ich mir für das Kanufahren, das Canyoning und das Meer neue, robuste Outdoor Sandalen gönnen wollte. Ich entschied mich für ein Modell von Teva. Kunststoff pur. Und wie es sich im Laufe der Jahre gezeigt hat, im Süden, wie im Norden oder Osten, überall haben sie anstandslos um meine Füße geschlossen. Nass oder staubig. Egal, der Klettverschluss hat nicht nachgegeben.

Robust in jeder Situation

Und wie es aussieht, bleibe ich noch einige Zeit bei meiner Sandale. Ich denke nicht, dass ich eine der beiden verlieren werde und hinter mir jemand „Ein Zeichen, ein Zeichen…“ rufen wird.

10 Jahre alte Outdoor Sandalen am Meer
10 Jahre alte Outdoor Sandalen am Meer

Mich bewegt was