„Zeit vollendet sich in jedem Augenblick.“

Kurt Marti hat vor Jahren aufgehört zu schreiben.

In meinem Bücherregal stehen sie, die Werke dieses klugen, widersprüchlichen, nachdenklichen, liebevollen, kämpferischen Theologen, Schriftstellers, politschen Zeitzeugen, Bürgers aus der Schweiz.

Zahlreiche Gedanken verdanke ich seinen zu Aphorismen gewordenen Sätzen:

„Ich glaube nicht, daß es einen vorhersehbaren Weg gibt. Der Weg kommt, indem wir gehen.“ Mir begegnen immer wieder Lehrer, Pädagogen… die zu wissen scheinen, wie sich ein Mensch entwickeln wird und schreiben ihm durch ihre Äußerungen und Taten in der Seele nieder. Man hat es ja schon immer gewußt.

„Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ Ich bin für das hingehen zu haben. Ausprobieren statt im Reden verharren.

„Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht.“ Für mich ist Weihnachten ein wichtiger Punkt im Jahr. Die Fähigkeit zwischen wahr und Ware zu unterscheiden kommt uns hoffentlich nicht abhanden.

Gestern hat er seinen letzten Atemzug genommen.
Ein Verlust. Gut, dass seine Bücher bleiben.

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