5. Januar 2018

Edinburgh

Schottland ist mehr als Whisky – Teil 2

Nach fünf Tagen wunderschönstem Wetter auf Islay ging es mit dem Van nach Edinburgh. Eine knappe Tagestour.

Zuerst die Fähre ab Port Ellen nach Kennacraig, über Kentyre zu den Ausläufer der Highlands um über Glasgow nach Dalkeith, vor den Toren von Edinburgh zu fahren. Ruhige See mit einem Wechsel aus Wolken und Sonne. Eine halbe Stunde nach Verlassen der Fähre kam der Regen. Der Regen blieb unser Begleiter bis hinter Glasgow. Aber Bed und Breakfast bei Irene and Ewan MacRae im The Guesthouse @ ESKBANK in Dalkeith zogen uns an.

Das Wohnen wurde zum Erlebnis. Der Hausherr, Ewan MacRae, ein Highlander aus dem Clan MacRae lies keinen Zweifel daran, dass er seine Grundsätze durchzusetzen pflegte. Seine Frau Irene verstand es ein Highländer Frühstück zu servieren, dass all unsere kulinarischen Erwartungen überstieg. Zu Ewans Grundsätzen gehörte, dass seine Gäste beim Frühstück sich miteinander unterhielten. Smartphones beim Frühstück – das geht gar nicht. Schließlich sitzen andere Gäste am Tisch. Alles interessante Leute, aus den unterschiedlichsten Ländern oder Regionen. Alle haben Geschichten zu erzählen. Also, erzählt sie euch. Wir saßen mit einem englischen Ehepaar aus der Nähe von London, mit einer Italienerin aus Triest, einer italienischen Studentin aus Glasgow und einem Ehepaar aus Chicago auf Hochzeitsreise zusammen. Spannende Geschichten kamen zu Tage. Der Bräutigam hatte eine italienische Mutter. Im Laufe des Gespräches kam heraus, dass die Italienerin und die Mutter des Amerikaners aus Nachbardörfern stammten und in etwa gleich alt waren. Die italienische Studentin wusste zu berichten, dass der Rektor der Universität Glasgow nach der Entscheidung für den Brexit, alle ausländischen Studierenden angeschrieben und seine Unterstützung für sie zum Ausdruck gebracht habe. Ewan tauchte immer wieder auf und beteiligte sich mit Anekdoten am Gespräch.

Mit dem Linienbus ist man in gut 20 Minuten von Dalkeith in Edinburg gefahren. WiFi ist im Busticket inbegriffen.

Die Stadt ist in so einer kurzen Zeit nicht zu erfassen. Unsere kleine Auswahl: Museumsbesuch, Konzert, Wanderung durch die Stadt und zum Schluss Shopping. An der Leith entlang zu laufen, ist eine Empfehlung wert.

An den beiden Tagen in Edinburgh ist mir die in schottischer Tracht gekleidete Punkerin mit dem Spinnrad an unterschiedlichen Plätzen begegnet. Die Dudelsackspieler wechselten immer mal wieder. Ein kleines Publikum war ihnen sicher.