O2, die Trennungsverweigerer

Kündigung des DSL-Vertrages im Dezember 2016 zu Ende Oktober 2017.

O2, mehr als 10 Jahre mein DSL Partner entpuppt sich als Trennungsverweigerer mit erpresserischer Energie. Ich lass dich nicht gehen, schallt es mir entgegen.

Trennung kann nicht jeder.

Die Story

Im Dezember 2016 kündige ich den bestehenden DSL-Vertrag zu Ende Oktober 2017. Am 1. Mai 2017 reagiert O2 schriftlich auf die Kündigung von Dezember 2016. Die Kündigungsbestätigung liegt Anfang Mai in meinem Briefkasten. Alles in Ordnung.
Mitte September 2017 erteile ich einen Auftrag an einen anderen Provider, der mir innerhalb von 24 Stunden sagt: Sorry, ich kann doch nicht die bestellte Leistung liefern.
Ich stornierte umgehend. Der angedachte Vertragspartner bestätigt mir das, informiert O2 und zieht das Portierungsbegehren zurück. Rechtzeitig. Alles easy.
Drei Tage später ist der neue Vertrag mit einem anderen Partner unter Dach und Fach. Am 16. Oktober 2017 geht der Portierungsauftrag des Providers bei O2 ein. Rechtzeitig zu Vertragsende. Die Fritz!Box sende ich wie vertraglich gefordert, umgehend an O2 zurück. Der Eingang des Routers wurde per Mail bestätigt.
Eine Woche vor Vertragsende im Oktober wird die Glasfaser bei mir freigeschaltet. Datenleitung einwandfrei. Telefonie: tot. Keiner der drei Sprachkanäle funktioniert. Ist ja klar, der Vertrag mit O2 läuft noch eine Woche. Ich warte. Mein neuer Vertragspartner sagt mir, die Portierung steht noch unbearbeitet im System. Nachfragen bei O2 beginnen. Erfahrungen mit dem Support sammele ich von nun an fast täglich ein.

Kundendienst? Service?

O2 kommuniziert nur per Mail oder mit mindestens 45 Minuten Warteschleife da „unerwartet hohes Aufkommen„. Den Support mit Mails traktieren.
Jetzt heißt es, der erste Partner habe die Telefonnummern übernommen. Der Provider dementiert. Ihm habe zu keiner Zeit eine der drei Rufnummern gehört.
Nach weiteren klärenden Gesprächen und Mails hat nun der neue Partner nie einen Portierungsauftrag gestellt. Dem ist nicht so. Seit dem 16. Oktober 2017 wird die Portierung nicht bearbeitet.
Nach erneuten klärenden Gesprächen und Mails heißt es dann, ich hätte ja die Kündigung vom Dezember 2016 bei der Beauftragung des ersten Providers zurückgenommen. Ich fordere Belege an: Keine Reaktion.

Wozu bezahle ich seit Jahren eine Rechtschutzversicherung. Einen Anwalt eingeschaltet. Dieser setzt eine Frist für die Portierung. O2 lässt diese verstreichen, antwortet weder dem Anwalt noch mir. Defekte Kommunikationsleitung?
Ratlosigkeit, Fassungslosigkeit macht sich bei mir breit.  Was muss ich zur Kenntnis nehmen: bzgl. der Portierung ist die prozessuale Rechtslage leider nicht günstig für Verbraucher: Da im Falle einer gerichtlichen Durchsetzung im Eilrechtschutz regelmäßig vollendete Tatsachen geschaffen werden, die nicht mehr (ohne weiteres) rückgängig zu machen sind, halten die Gerichte solchen Eilrechtschutz grds. nicht für gegeben. Derartige Entscheidungen bleiben daher grundsätzlichen dem zeitintensiven, normalen Klageverfahren mind. 4 – 6 Monate, 1. Instanz vorbehalten, damit beide Parteien gehört werden können und keiner der Parteien ein Schaden zugefügt wird.“

Statt dessen Rechnungen über einen angeblich von mir neu geschlossenen Vertrag bis Ende Oktober 2018. Seit Oktober stapeln sich Mahnungen und neue Rechnungen.
Mittlerweile wurde dem neuen Vertragspartner und mir per Brief die Portierung der Rufnummern zu Ende Oktober 2018 angekündigt. Unverschämt.

Frust und Wut, aber auch der Wille, nicht zu akzeptieren, dass sich O2 seine eigenen Gesetze machen kann.

Im November 2017 hat O2 eine Abmahnung durch die Verbraucherzentralen akzeptiert. Offenkundig tut sich O2 schwer, diese in die Tat umzusetzen.

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